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Faseranalyse

Bei der Faseranalyse halten wir uns strikt an international geltende Standards. Wir werden sehr häufig gefragt, warum wir ausgerechnet mit Yocom McColl zusammenarbeiten oder weshalb wir als Messverfahren die Optische Faser Analyse 100 (OFDA 100) favorisieren, obwohl es Messmethoden gibt, welche die Faser entlang der gesamten Länge analysieren und so Fütterungsunterschiede aufdeckbar sind.

 

Zu Yocom McColl:

Angus McColl hat uns in den Anfangsjahren sehr stark unterstützt. Nicht nur bei der Auswertung vorhandener Daten, sondern auch durch Zulieferung vergleichbarer Anlysen und sogar von seinen Forschungsergebnisse. Aus der Analyse dieser Daten konnte unsere moderne Punktevergabe und die Alters- und Farbkorrektur entwickelt werden. Desweiteren übermittelte er uns die Ergebnisse vergleichbarer Maschinen wie Sirolan Laserscan und OFDA 2000, welches uns dazu bewogen hat, die OFDA 100 Methode anzuwenden.

 

Zunächst einmal ist es auch für Sie wichtig, dass Sie je nach Bedarf die Untersuchungsmethode wählen und auch dabei bleiben. Nur wenn Sie so wenig wie mögliche Variablen haben, erhalten Sie vergleichbare Ergebnisse. Aus diesem Grund werden wir weder das Labor noch das Verfahren wechseln, denn die Ergebnisse wäre nicht mehr vergleichbar.

 

Anmerkung zur OFDA 100:

Bei der optischen Faseranalyse wird keine zusätzliche Wärme auf die Faser übertragen, was zum Beispiel beim lasergestützten Sirolan der Fall ist. Die OFDA zeigt zwar im Allgemeinen leicht stärkere Mikrowerte, dafür aber umso realistischere Zusatzdaten wie Anteil und Feinheit medullierter Faser und Curvature. Die zusätzliche Temperatur beim Laserscan erhöht die Krümmung der Faser (Curvature) um nachweislich mehr als 20% und verfälscht dadurch das Ergebnis. Bedauerlicherweise nutzen Mitglieder anderer Vereine diese Methode, um ihre Tiere in diesen Bereichen als überlegen darzustellen. 

Der Grund, weshalb wir nicht die OFDA 2000 einsetzen ist, dass es sich dabei um eine sog. Felduntersuchung handelt, bei der lediglich 100 individuelle Samples untersucht werden, welche auf keinen Fall die gleiche Repräsentanz haben, wie die 3.000 Samples der OFDA 100.

 

OFDA vs. Minicoring:

Eine häufig gestellte Frage ist, warum wir nicht wie andere Vereine das Minicoring verwenden, um eine vermeintlich gerechtere Faseranalyse zu erhalten. Eines vorweg: die gerechte Faseranaylse ist eine Illusion. Für jedes derzeit bekannte System wird es immer wieder Nutzer mit ausreichend ausgeprägter krimineller Energie geben, um das System auszuhebeln. 

Ohne Zweifel ist das Minicoring für die routinemäßige Faseranalyse eines Züchters von Vorteil, dort kann der Einfluss von Futter, Krankheit, Stress, Transport, Show, und anderer faserbeeinflussenden Faktoren abgelesen werden. Sie als Züchter sollten diese Methode bei jeder Schur nutzen, um auch immer einen jährlichen Vergleich zu haben. Unserer Meinung nach ist dieser Probentyp für eine Prüfungssituation jedoch ungeeignet.

 

Wie den meisten Züchtern mittlerweile bewusst ist, kann man durch eine gezielte magere Ernährung die Faserfeinheit positiv beeinflussen, jedoch ist das der Tiergesundheit gerade in diesen jungen Jahren abträglich.

 

Klassische Faserprobe (JHP/ZEP):

Ließe man bei unserem Regelwerk ein Tier hungern, um die Faserfeinheit zu drücken, wird das Tier an Gewicht verlieren und dadurch beim Ernährungszustand Punkte verlieren. Also muss ein Züchter das Tier im letzten Moment wieder zunehmen lassen, was die Faserprobe dann negativ beeinflussen würde.  So kompensiert sich das Ergebnis und der Züchter verliert den angeblichen Vorteil durch die Mangelernährung.

 

Minicoring:

Beim Minicoring geht jede der zwölf Einzelmessergebnisse einer Probe mit 1/12 in die Faserendnote ein (gemitteltes Ergebnis). Angenommen ein Züchter lässt sein Tier 10 Monate hungern, erhält dadurch 10 von 12 Bestnoten für feine Faser und erst in den letzten beiden Monaten päppelt er das Tier auf, damit man die Unterernährung bei der ZEP nicht bemerkt wird. Diese erhöhten Monate machen bei der Faser gerade mal 1/6 der Wertung aus, jedoch ist die Mangelernährung nicht aufzudecken, da das Tier ja in einem ausreichend guten Ernährungszustand vorgestellt wird. Minicoring würde das Betrugsrisiko stark erhöhen und das auch noch mit möglicherweise heftigen gesundheitlichen Schäden für die Tiere, die ja lange unterernährt wären. Aus diesem Grund halten wir diese Methode in einer Prüfungssituation für kontraproduktiv. Dennoch sollten Sie diese Messmethode für Ihre Tiere in Betracht ziehen. Die Methode deckt Haltungs- und Fütterungsprobleme schnell auf.

 

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