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Grundlagen zur ZEP

 

AZVD ZuchtordnungGrundlage ist die AZVD Zuchtordnung

in der aktuellen Fassung vom 01.07.2015 (NEU) bitte unbedingt lesen. Hier finden Sie auch den für die Anmeldung zur ZEP notwendigen Code, der uns als Bestätigung dient, dass Sie die Zuchtordnung als stehendes Vertragswerk gelesen und verstanden haben. PDF Download hier! (Oder per Klick auf das Dateibild links)

Hintergrundinfo

Entstehung der ZEP

Bis zur Einführung der Zuchteignungsprüfung (ZEP) in 2006 existiert lediglich das von Eric Hoffman und einigen US Tierärtzen entwicklete ARI Screening Programm. Dieses war nicht für die Evaluierung einer nationalen Herde ausgelegt, sondern stellt ein minimalistisches Auswahlverfahren für Tiere dar, die aus den Ursprungsländern in die USA, später auch UK und AUS importiert werden sollten. Tiere, die diese Minimalanforderungen nicht bestanden, durften weder importiert noch registriert werden.

Leider mussten die Importeure die Tiere vor dem Screening bezahlen, mussten also bei Disqualifizierung einen Käufer außerhalb der durch das Screening-Verfahren geschützen Länder finden. Viele dieser Tiere kamen auch nach Deutschland und waren eigentlich von minderwertiger Qualität und nicht zur Zucht geeignet. Dadurch, dass es hierzulande jedoch keine Importkontrolle gab, wurden diese Tiere registriert und stellen einen Teil der genetischen Basis in Deutschland und im AZVD dar. Als der AZVD in 2003 ebenfalls das US Screening für Importe und in Deutschland geborene Nachkommen anbot, fielen viele Tiere aus diesem Grund durch. Einige Züchter fühlten sich betrogen wegen der nun objektiv feststellbaren Mängel. Andere lehnten das Screening Verfahren ab, weil sie massive finanzielle und Imageverluste befürchteten, was noch bis heute anhält.

In 2004 hat Mike Herrling, langjähriges Vorstandsmitglied und erster Zuchtwart des AZVD, das Screening Protokoll weiterentwickelt und mit einer in Europa bekannten linearen Beschreibung kombiniert. In 2006 wurde die ZEP zusammen mit dem von ihm entwickelten Herd- und Zuchtbuch eingeführt. Eric Hoffman, der das Projekt beratend begleitete, bildete zusammen mit dem US Tierarzt Pat Long das Ausbilderteam für unsere verbandseignen phänotypischen Zuchteignungsprüfer und Tierärzte, die nach dem ARI Standard ausgebildet und geprüft wurden. Diese Prüfer sind das Schlüsselpersonal des AZVD und prüfen unsere Tiere objektiv, vorbehaltlos und nach bestem Wissen und Gewissen. Ein Zepper-Vertrag regelt auch die Interessenskonflikte und schränkt die Prüfer in ihren privaten und züchterischen Aktivitäten so ein, das trotz gegenteiliger Unterstellungen die objektive Bewertung nie gefährdet ist.

Die Bewertungskriterien basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und sind bis auf die Dichte bei Huacayas und Glanz/Locken bei Suris objektiv nachmessbar. Zusätzlich erhebt die ZEP Daten für eine spätere wissenschaftliche Analyse. Die Teilnahme an der ZEP ist freiwillig. Die ZEP verbindet Screening und lineare Beschreibung und berücksichtigt die Faserentwicklung am Tier außerhalb von Südamerika. Die Bewertung setzt sich aus einer veterinär-medizinischen, einer phänotypischen und einer faseranalytischen Untersuchung zusammen. Alters-, Farb- und Rassekorrektur ermöglichen eine Bewertung aller Alpakas nach einem einzigen Bewertungsschema, obwohl es bekannte alters-, farb-, und rassespezifische Unterschiede gibt. Ziel der ZEP ist die Einstufung der Tiere in Kategorien, welche die individuelle Eignung als Zuchttier beschreiben. Dadurch sollen züchterische Entscheidungen anhand nachvollziehbarer Kriterien ermöglicht werden. Die Kategorien entscheiden ob und wie schnell ein Tier in das AZVD Zuchtbuch aufsteigen kann. Der Aufstieg in das Zuchtbuch wird aber erst durch die ZEP Bewertung der Nachkommen möglich, wodurch sich Rückschlüsse auf den Genotyp der Eltern ziehen lassen. Dieses Verfahren ist auf der Welt einzigartig.

Kategorien

Kategorie A

Tiere die aufgrund der Phänotyp - und Faseruntersuchung eine Punktzahl von 80 oder mehr Punkten und dabei mindestens 40 Phänotyp- und 30 Faserpunkte erreichen, werden Kategorie A und sind somit uneingeschränkt zur Zucht geeignet. Ein Tier der Kategorie A kann in das AZVD Zuchtbuch aufsteigen.

Kategorie B

Tiere die aufgrund der Phänotyp - und Faseruntersuchung eine Punktzahl von 50 bis 79 Punkten und dabei mindestens 30 Phänotyppunkte erreichen, werden in Kategorie B eingestuft und weichen entweder in einem Bereich stark oder in mehreren Bereichen leicht von den definierten Bewertungskriterien ab. Eine Anpaarung mit Tieren aus der Kategorie A ist anzustreben und sollte die wenigen Fehlerquellen beseitigen helfen. Ein Tier der Kategorie B gilt daher als "bedingt zur Zucht geeignet" und  kann in das AZVD Zuchtbuch aufsteigen.

Kategorie C

Tiere können aus zwei Gründen in Kategorie C eingestuft werden:

  1. sie erreichen weniger als 50 Punkte in Phänotyp – und Faseruntersuchung und weichen damit in mehreren Bereichen stark von den definierten Bewertungskriterien ab. Eine Verbesserung der Nachkommen erfordert in diesem Fall sehr großes züchterisches Geschick in der Anpaarung und bedarf möglicherweise Generationen, bis die Nachzuchtqualität das angestrebte Niveau erreicht oder
  2. sie wurden vom untersuchenden Veterinär aufgrund von möglicherweise vererbbaren Defekten als Zuchttier disqualifiziert.

Diese Tiere sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden und gelten daher als "nicht zur Zucht geeignet". Der AZVD maßt sich nicht an, einem Züchter die Zucht mit einem Kat C Tier zu verbieten, sondern spricht lediglich Empfehlungen aus.

Tiere der Kategorie C können nicht in das AZVD Zuchtbuch aufsteigen.

Ihre Nachkommen aber schon, wenn diese frei von Defekten sind und eine entsprechende Qualität aufweisen.

Ihre Vorteile

Ihre Vorteile

  • Standardisiertes Prüfverfahren und standardisierte Prüfer
     
  • Festgelegter Kriterienkatalog nach wissenschaftlichen Erkenntnissen
     
  • Erfassung aller Abweichungen und Lama-Charakteristika nach messbaren Kriterien
     
  • komplette tierärtzliche Untersuchung auf Erbkrankheiten und möglicherweise genetische Defekte
     
  • unabhängige Faseranalyse nach internationalem Standard
     
  • zertifizierte Qualitätskontrolle mit Ergebnisprotokoll
     
  • direkte Ergebnisbekanntgabe vor Ort
     
  • direkte Zuchtwerteinschätzung
     
  • Handlungssicherheit für Ihre Zucht
     
  • unabhängige Bewertungsgrundlage für Gutachten
     
  • Eintrittskarte für die Zuchtwertschätzung
     
  • Eintrittskarte für die Genotyp Bestimmung
     
  • Eintrittskarte für das Zuchtbuch

Anmerkung:
Sehr häufig wird der Kostenfaktor von 80 EUR pro Tier als Hintergund für eine Nicht-Teilnahme genannt, denn die vielerorts rückläufige Preisentwicklung ließe kaum Spielraum für diesen zusätzlichen Kostenpunkt. Natürlilch muss man sich fragen, ob der Wertverlust nicht gerade durch die fehlende Qualitätskontrolle verschärft wird. Niemand kauft ein Auto ohne TÜV. Wer züchten will, wird doch heutzutage auf jeden Fall fragen, woraus ein Züchter die Zuchteignung ableitet, wenn er auf eine objektive und neutrale Bewertung seiner Tiere verzichtet. Die Zeiten, in denen ein Züchter einfach behaupten kann, der "züchterische Wert sei unglaublich hoch und man würde trotz hohem Preis ein Schnäppchen machen", sind eindeutig vorbei. Wer Zuchttiere verkauft kommt an einer Beweisführung nicht vorbei. Wer Hobbytiere verkauft, braucht keine ZEP. Das soll aber nicht ausschließen, dass der Käufer die Tiere vorstellen kann, sollte er mit diesen Tieren weiterzüchten wollen. Die Aussage "die ZEP könne man ja auch auch selbst durchführen" halten wir für sehr gefährlich, denn niemand bewertet seine eigenen Tier so objektiv, wie das durch unabhängige Dritte möglich ist. Bitte fallen Sie nicht auf solche Aussagen rein, diese sind unserer Meinung sogar noch gefährlicher als das erstgenannte Verkaufsargument.

Außerdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass es ohne eine bestätigte Abstammung und eine absolwierte Zuchteingunsgprüfung keine Möglichkeit gibt Tiere in einem Gutachten zu bewerten, weder bei finanziellen noch gerichtlichen Auseinandersetzungen. Es fehlen bei unregistrierten Tieren leider sämtliche bewertenden und wertsteigernden Kriterien, so daß immer ein Herstellungswert oder Buchwert nach Abschreibung heran gezogen werden muss, was sich sehr nachteilig für Sie auswirken kann. Ein gutes Schauergebnis ist leider kein offiziell nutzbares Bewertungskriterium für eine Wertsteigerung, wenn die Basis, also Registratur und ZEP fehlen.

Voraussetzungen

Voraussetzung zur Teilnahme an der ZEP

  1. Jedes Tier, welches zur ZEP vorgestellt wird muss mittels DNA im AZVD registriert sein
    • Ausnahme: bei ZEPs die zur Feststellung der Wertigkeit VOR Import dienen, ist eine Registratur (Blutentnahme) während der ZEP möglich.
    • Die ZEP Gebühr ist in solchen ZEPs auch fällig für Tiere, welche die Prüfung nicht bestehen. Auch diese Tiere werden registriert, um eine doppelte Vorstellung zu vermeiden.
       
  2. Jedes Tier muss einen funktionierenden Mikrochop haben
    • Ist ein Mikrochip während der ZEP nicht auffindbar muss ein neuer kostenpflichtig gesetzt werden.
    • Da dieses Tier jedoch nicht einwandfrei identifizierbar ist, wird auch eine Blutprobe entnommen, welche den neuen Chip mit der DNA Nummer verbindet
    • Alle Züchter sollten vor der ZEP die Funktionsfähigkeit des Mikropchips prüfen und ggf. ersetzen
       
  3. Für eine Junghengstprüfung muss ein Tier zwischen 6 und 18 Monate alt sein.
     
  4. Für eine Zuchteignungsprüfung muss eine Stute mindestens 12 Monate alt sein.
     
  5. Für eine Zuchteignungsprüfung muss ein Hengst mindestens 24 Monate alt sein.
     
  6. 14 Tage vor einer ZEP muss die Anmeldung und der Alpakapass dem Zuchtwart vorliegen.
    • Der Pass verbleibt dort bis zur Fertigstellung nach Ablauf der Einspruchsfrist
       
  7. Die Kosten für die ZEP müssen vor Beginn der Veranstaltung beglichen sein. Im Einzelfall kann die Rechnungssumme auch direkt vor Ort in Bar bei den Zuchteignunsgprüfern beglichen werden.
     
  8. Die vorhandene Faserlänge muss mindestens 3 cm betragen. Lassen Sie bei der Schur ggf. eine 10x10 cm große Fläche auf der Mitte der linken Flanke ungeschoren, damit die Prüfer die Dichte feststellen und eine Probe entnehmen können.
     
  9. Das Tier muss frei von Infektionskrankheiten und Parasiten sein. Alle Züchter müssen auch eine Züchtererklärung mitbringen, um der Bio Sicherheit Rechnung zu tragen. Diese Züchtererklärung finden Sie hier als PDF.
     
  10. Sollte Ihr Tier eine Vorerkrankung, eine ergebnisverändernde Verletzung oder eine invasive Voruntersuchung (Zitzenbiopsie o.ä.)  aufweisen, müssen Sie die Behandlung und die Ergebnisse in Kopie zur ZEP mitbringen und den Prüfern übergeben. Andererseits könnte ein erkannter Eingriff ohne Attest als Betrugsversuch gewertet werden.
     
  11. Bitte stellen Sie sicher, dass alle Tiere ausreichend ernährt (Ernährungszustand mittels Body Scoring auf Level 3), die Zähne gepflegt (ggf. gekürzt) und auch die Zehnägel gepflegt sind.

Abgrenzung zur Schau

Abgrenzung zwischen ZEP und Schau

Es gibt viele Äußerungen, dass die ZEP nicht den Stellenwert einer Schau hat. Das stimmt. Die ZEP versucht Tiere objektiv anhand eines wissenschaftlich fundierten Kriterienkataloges zu erfassen, zu beschreiben und zu kategoriesieren in vorbehaltlos zur Zucht geeignet, bedingt zur Zucht geeignet und nicht zur Zucht geeignet. Die Alpakaschau vergleicht ein Tier mit einem anderen und verhilft dadurch manchmal auch Tieren zu züchterischem Ruhm, die aufgrund ihres Alters noch garnicht in ihren züchterischen Eigenschaften bewertbar sind oder deren nicht sichtbaren Mängel eine Zucht eigentlich ausschließen würden. Im Vordergrund steht die Schönheit der Tiere oder einzelner Bewertungskriterien.

Im Gegensatz zur Schau bewertet die ZEP NICHT die Schönheit eines Tieres oder fokussiert einzelne Faserkriterien, deren Wertigkeit wissenschaftlich nicht oder nur bedingt erwiesen oder beweisbar sind. Die Schau hat einen ganz klaren marketingtechnischen Charakter und ist als kompetetiver Wettkampf zwischen Züchtern ausgelegt,. Es sind klare Tendenzen erkennbar, dass die von Schaurichtern favorisierten Zuchtziele in einen genetischen Flaschenhals führen, der die Vielfalt unserer Alpakaherde deutlich eingrenzen wird.

Bitte beachten Sie daher unbedingt, dass ein Tier mit TOP ZEP Bewertung nicht unbedingt auch ein Schausieger sein muss und ein Schausieger nicht notwendigerweise auch eine ZEP besteht. Das liegt einfach daran, dass die Schau Tier mit Tier vergleicht und aufgrund der Abwesenheit eines Tierarztes nur wenige oder keine Erbkrankheiten oder gesundheitlichen Aspekte erfasst und in die Bewertung einfließen lässt. Die ZEP ist nicht vergleichbar mit der Schau und ein Schaurichter ist nicht unbedingt auch ein Zuchteignunsgprüfer, genausowenig wie ein Zuchteignungsprüfer auch gleich ein Schaurichter ist.

Der AZVD Vorstand würde es begrüßen, wenn die Mitglieder ZEP und Schau als ergänzende Mittel ansehen würden. Eine ZEP vor der Schau wäre optimal, ist aber aufgrund der Jungtierklassen nicht durchführbar. Wir halten es für problematisch, sich ohne ZEP völlig auf Schauergebnisse zur Bestimmung des Zuchtwertes eines Tieres zu verlassen.

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Ihre Zuchteignungsprüfer

  • 1
  • 2

Ausgewertete ZEP Ergebnisse

2,897

Gesamt

(100%)

2,003

Kategorie A

(69%)

586

Kategorie B

(20%)

208

Kategorie C

(11%)

Eric Hoffman sagt…

Ich hatte das Glück 35 Jahre mit Alpakazüchtern aus der ganzen Welt zusammenarbeiten zu dürfen. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch das AZVD Programm zur Verbesserung der nationalen Herdqualität in Verbindung mit einer DNA basierten Registratur. Ich bin stolz darauf, Teil der Prüferausbildung gewesen zu sein.

Eric Hoffman
Autor von "Complete Alpaca Book"

Wichtige Adressen

Geschäftsstelle, Silke Herrling:

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+49.4973.939744
+49.4973.913512
Upsteder Str. 31 | 26409 Wittmund
Mo-Fr.: 17:00 - 19:00 Uhr

 

Registratur i.V., Claudia Böge:

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+49.4383.517882
Buchholz 7 | 24306 Lebrade

 

Zuchtwart  Hartmut Wecke

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