• 15 04 2018
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  • 28 04 2018
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    Alpaka-Handlingkurs (Camelidynamics) Einführung in die Methode von Marty McGee Bennett 09:30 to 15:30
  • 15 04 - 10 06

Futter und Pflege

Fütterung und Pflege von Alpakas

Die Pflege von Alpakas ist im Allgemeinen wenig aufwendig. An erster Stelle steht eine tägliche Kontrolle des Gesundheitszustandes. Lernen Sie Ihre Tiere kennen, um Verhaltensänderungen schnell zu bemerken. Das ist oft der erste und einzige Indikator für eine Krankheit des Tieres. Alpakas gelten gemeinhin als relativ unempfingdlich gegenüber Infektionskrankheiten. Wir empfehlen allerdings, gehen Sie nicht davon aus, sondern schaffen Sie sich selbst Marker, ab wann Sie ein Tier als krank oder zumindest verändert betrachten. Das kann das Fressverhalten sein (alle Alpakas fressen gleichzeitig) oder häufiges Liegen, wenn alle anderen wandern. Diese Marker sollten Sie Ernst nehmen und einen Tierarzt konsultieren. Da die Tiere über außerordentliche Selbstheilungskräfte verfügen, kann das auch zu Fehlalarmen führen. Murphys Gesetz sagt jedoch, rufen Sie den TA nicht, ist das Tier dann tatsächlich einmal so krank, dass Ihnen bei einer verspäteten Reaktion die Zeit für eine Behandlung fehlt.

Fütterung

Alpakas müssen in der Regel nicht übermäßig zugefüttert werden. Neben Gras sind besonders Heu und Wasser entscheidend für eine gute Verdauung. Insgesamt fressen Alpakas ca. 5% ihres Körpergewichtes tätglich, das entspricht einer Futteraufnahme von 2,5 bis 3,5 kg je nach Größe und Gewicht eines Tieres. Da Alpakas eine große Menge an Raufutter benlötigen, ist es oft nötig auch den Sommer über Heu zuzufüttern. Eine Zugabe von Vitamin- und Mineralfutter sollte erfolgen, da unsere Böden im Allgemeinen nicht mehr ausreichend sind. Auf Kraftfutter sollte gänzlich verzichtet werden oder ist oft nur im Einzelfall bei Zuchtstuten notwendig. Wenn Sie im Stall füttern, planen Sie 50cm pro Tier ein, damit alle gleichzeitig und ohne Futterneid stressfrei fressen können.

Kontrolle der Zehnägel

Alle zwei Monate sollten die Zehennägel kontrolliert und bei Bedarf geschnitten oder korrigiert werden. Zum Schneiden der Nägel kann eine Rosenschere verwendet werden. Auf hartem Untergrund, wenn z.B. der Stall mit Steinen ausgelegt ist, laufen sich die Tiere die Nägel fast selbständig ab. Sie müssen aber trotzdem kontrolliert werden, damit keine Fehlstellungen durch evtl. krumm wachsende Nägel entstehen können.

Zähne kürzen

Die Schneidezähne der Alpakas (sie besitzen nur unten Schneidezähne und haben oben eine Kauplatte) wachsen ein Leben lang. In der Regel nutzen sie sich von selbst ab, es kommt jedoch recht häufig vor, dass die Zähne über die Kauplatte hinaus wachsen, was man bei geschlossenem Gebiss feststellen kann. In diesem Falle müssen die Zähne gekürzt werden, da keine Abnutzung mehr erfolgt. Dies kann mit Hilfe einer speziellen Zahnflex erfolgen. Aber Vorsicht, denn die Zähne dürfen natürlich nicht zu kurz werden. Ein guter Scherer wird die Zahnpflege Ihrer Alpakas mit übernehmen oder fragen Sie einen fachkundigen Tierarzt.

Geburt & Fohlenversorgung

Bei Zuchtstuten muss man zur Abfohlzeit öfters nach den Alpakas schauen, um gegebenenfalls bei Komplikationen während oder nach der Geburt rechtzeitig Hilfe zu leisten oder tierärztliche Hilfe zu holen. Vorzugsweise fohlen die Stuten am Vormittag bis zum frühen Nachmittag. Die Fohlen sollten innerhalb von zwei Stunden stehen und bald darauf anfangen am Euter der Stute zu saugen. Wenn die Fohlen nicht in den ersten Lebensstunden etwas von der ersten Milch, der Kollostralmilch, zu sich nehmen, sind sie nicht ausreichend mit Abwehrstoffen und Vitaminen versorgt und das Leben des Fohlens ist gefährdet. Zudem muss auch unbedingt beobachtet werden, dass das Fohlen das Darmpech, den ersten Kot, ausscheidet. Bei der Stute sollte ebenfalls innerhalb von zwei Stunden die Nachgeburt abgegangen sein. Ein zeitiges Trinken der Fohlen kann das begünstigen, da bei der Stute das Hormon Oxytocin ausgeschüttet wird.

Absetzen der Fohlen

Die Fohlen werden spätestens mit 8 Monaten von der Stute abgesetzt, d.h. sie sollen von der Stutenherde getrennt auf eine eigene Weide gebracht werden. So können sich die Stuten bis zur Geburt des nächsten Fohlens optimal regenerieren. Das ist natürlich abhängig davon, wie sich der zustand der Stute während der Laktation verändert.

Fehlprägung

Bei der Aufzucht von Hengsten gibt es etwas Wichtiges zu beachten: der Kontakt zum Menschen muss unbedingt auf ein Minimum reduziert sein, da zu viel Kontakt zum Berserk-male-Syndrom, einer Fehlprägung, führen kann. Fehlgeprägte Junghengste sehen beim Erlangen der Geschlechtsreife den Menschen als Konkurrenten und können ihn angreifen (Kampf um Rangordnung).

Eric Hoffman sagt…

Ich hatte das Glück 35 Jahre mit Alpakazüchtern aus der ganzen Welt zusammenarbeiten zu dürfen. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch das AZVD Programm zur Verbesserung der nationalen Herdqualität in Verbindung mit einer DNA basierten Registratur. Ich bin stolz darauf, Teil der Prüferausbildung gewesen zu sein.

Eric Hoffman
Autor von "Complete Alpaca Book"

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Buchholz 7 | 24306 Lebrade

 

Zuchtwart  Hartmut Wecke

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